Mein Junigarten

Dankbar für jeden Regentropfen, versuche ich mir die Sonne im Herzen so richtig zu polieren.

Während ich das Wasser betrachte, mich an den gut entwickelten Lilien freue und Ausschau nach den ersten Seerosenknospen halte, tut sich was im Gemüsebeet, das sich die Walderdbeeren erobert haben.

In den Töpfenchen habe ich Kapuzinerkressesamen versteckt. Die alte Pferdestreu darin soll die Schnecken abhalten. Sie kriechen nicht gerne über Hobelspäne. Ob das Mäuschen es auf die Hobelspäne oder die Samen abgesehen hat, weiß ich nicht. Man kann es einfach nicht wissen.

Doch das ist in meiner wilden Permakultur gar nicht schlimm. Die Natur lässt keine Ecke ungenutzt

und Gutes wächst teilweise ganz von alleine. Die Knoblauchrauke ist leider schon ausgeblüht. Die Pflanzen

entferne ich nicht ganz, damit die Samen sich gut verteilen können. Links vorne im Bild wächst ein kleines

Weideröschen. Auf die zarten kleinen Blüten freue ich mich schon. Dass sich die Kartoffeln so gut vermehren

und wirklich wie Unkraut wachsen liegt wohl daran, dass ich alle kleinen, schrumpeligen Kartoffelchen in den Garten werfe.

Schon lange habe ich es aufgegeben, sie nach Sorten zu sortieren. Da ich nur gute Esskartoffeln kaufe, können auch

nur gute Kartoffeln in der Erde sein.

Die Beeteinfassung machte ich aus den ehemaligen Pfosten der Pferdeweide. Schon nach 3 Jahren waren die

ersten abgerottet. Danach kaufte ich die Kunststoffpfähle aus Receyclingmaterial. Die werden mich überdauern und

lassen sich für alle möglichen Zwecke einstetzen.

Was mich hoffentlich auch überdauern wird ist diese Rose:

Diese Rose ist etwas Besonderes. Sie stammt aus meinem Geburtstagsstrauß von 2021,

als ich meinen 60. feierte. Als die schönen Blumen welkten, stecke ich ein paar der

Verblühten einfach in das Blumenbeet. Und sie wuchsen gut an. Sogar eine Knospe

hat sich gebildet.

So sah der Strauß am 5.April aus, nachdem uns ein Wintereinbruch überrascht hatte. Ja, das weiße

Zeug ist wirklich Schnee. Dabei war es nur 6 Tage vorher so heiß gewesen, dass wir uns beim Kaffee-

tinken im Garten fast einen Sonnenbrand geholt hatten.

Doch ich schweife wieder mal ab. Meinen Junigarten will ich Euch doch zeigen.

Der Garten in dem die Akeleien blühen:

Und so kommt das Bild in den neuen Verkaufskatalog. Auf Acryl gedruckt, 20 x 20 cm 30 €.

Dann natürlich ohne das Wasserzeichen.

Wie schön sich meine Kunst und die Natur vertragen, zeige ich in dem folgenden Werk:

Der Rote Fingerhut macht es sehr leicht, ein Motiv zu finden. Das Bild im Hintergrund ist wohl 7 Jahre alt. Es zeigt eine Amsel im Gebüsch, die auf den Dümmer schaut. Im Hintergrund war ein Segelboot. Seit einem Jahr habe ich das Bild im Garten installiert. Das ist möglich, weil es auf LKW Plane gedruckt wurde. Nun fügt es sich perfekt in die Gartenwelt ein. Aber egal, wie viele Stunden ich an einem Werk arbeite, in einer einzelnen echten Blüte steckt zig tausend mal soviel Feinheit. Auch deshalb übe ich noch.

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