Neujahrsbrief 2022

Wir wünschen Euch Frieden

und innere Freiheit

Wir wünschen Euch

die Möglichkeiten

der Veränderungen

positiv zu nutzen

Wir wünschen Euch

Gottes Segen

Als im Frühling 2020 die Welt zum Stillstand kam und auch die Erde durchzuatmen schien, las Marica Bodrozic zwei Monate lang auf ihrem Balkon jeden Abend Rilkes Gedicht „Der Panther“. Wilder als alles Vergängliche, schreibt sie, der eigenen Eingesperrtheit zum Trotz, sei der Wunsch des Menschen in Freiheit zu leben.

Ich hatte das Glück, zufällig auf WDR5

dieses Buch „Pantherzeit“ zu hören.

Worte, die mehr als nachdenklich machen.

So schnell habe ich mir selten ein Buch bestellt. Natürlich im Buchhandel vor Ort und nicht am Amazonas.

Und ich lese Euch hier mal nur drei Sätze vor, die am Anfang des Werkes stehen:

Diese Pandemie trägt traumhafte Züge,

sie fühlt sich auf merkwürdige Weise

zeitgleich wirklich und unwirklich an,

sie agiert nach Gesetzen, die wir nicht

oder nicht genau genug kennen.

Sie hat die Regie über unsere Gedanken übernommen.

Aber es gibt immer noch die Innenwelt,

den Blick, der mitgestaltet, weil er genauer sieht

und ein Sehen ermöglicht,das alles ändern kann.

und so wünschen wir auch Euch

positive Veränderung!

Neues Jahr

neues Leben

Das neue Jahr ist unberührt

doch trägt es schon Termine

auf seinem sanften Rücken

Das neue Jahr ist frisch geboren

weiß schon um alle Last

des Alten, des Miterlebten

Das neue Jahr war Embryo

im Leib des gerade Vergangenen

ist Erbe neuen Lebens

Karin Hartel 1.1.22

Farbe ins Leben

Der Tag ist grau

der Wind eiskalt

die Seele weint

weiß nicht warum

 

Der Tag ist grau

man kann es ändern

ein Buntstift reicht

er malt ja fast von selbst

 

Der Tag ist grau

der Buntstift wärmt

die Hand vertrauensvoll

lässt er sich führen

 

Der Tag war grau

wird bunter mit jedem Schwung

der sich bewegenden Hand

bringt Wärme in die Stunden.

Lieber Freund, und damit meine ich auch alle Freundinnen,

wenn Du bis hierher gelesen hast, dann interessiert es Dich vermutlich wirklich,

was ich zu schreiben habe, was ich Dir schreiben will.

Heute ist Freitag, ein trüber Januartag, der 7.des ersten Monats, des neuen Jahres.

Bei allen Gedanken an das Alte, Vergangene, bewegt mich viel mehr, was vor uns liegt,

wie sich die Veränderungen in unser aller Leben auswirken werden.

Wer von Euch wird mir näher kommen?

Wer wird abrücken von mir und dem was ich teilen will?

Werde ich loslassen können, was mein Leben belastet,

was mir die Brust schwer macht?

Werde ich vergeben können, dem, der mir Unrecht tat, der rücksichtslos sein eigenes Ziel verfolgte?

Dem, der sagte, ich sei selber schuld, wenn ich auf der Strecke bleibe.

 

Huch, was kommen da für Gedanken?

Doch sie sind da. Sogar aufgeschrieben, also vom Kopf in die Finger gewandert, die sich blind über eine Tastatur bewegen,

Worte zaubern, mich befreien aus den trüben Gedanken. Worte, die ich entlassen kann in die Freiheit.

 

 

Ich wünsche Dir, dass auch Du Deine Gefühle in Worte fassen kannst.

Sie aufschreiben oder sie jemandem erzählen kannst, der Dir zuhört, mit dem ganzen Herz.

Jetzt während ich schreibe wabern Menschenbilder vor meinen Augen vorbei, wie in einer verschwommenen Diashow.

Zu schnell der Bilderwechsel um sich wirklich auf ein Gegenüber konzentrieren zu können.

Ob Dein Bild dabei ist, kannst Du nicht wissen, denn dieser Brief ist ja öffentlich.

Wie soll ich Dich darin benennen, ohne Dein Einverständnis.

Spürst Du, ob Du dabei bist in meinem Innern?

Haben Dich die vorangegangenen Aussagen berührt, getroffen, zum Kopfschütteln gebracht?

 

Dann schreib mir per Email, ganz privat und sei gewiß, ich antworte Dir, ganz persönlich

und gar nicht unverbindlich.   Herzlichst Karin Hartel

kaha.bsb@t-online.de

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