Mitte-Mai-Garten

Diese Zierkirsche bekamen wir von meiner großen Schwester zur Hochzeit. Zum Glück hat sie den Umzug innerhalb des Gartens gut verkraftet. Sie belohnt uns mit diesen herrlichen Blüten. Vor den alten Buchen wirkt der Baum so zierlich, wie es zu einer Japankirsche eigentlich ganz gut passt. 

 

Und schau mal, auf dem nächsten Bild: genau hinter dem Fenster dort, ist meine Schreibstube. Hier sitze ich jetzt gerade in diesem Moment, bin ganz bei Dir, dem Leser, der Zierkirsche im Garten und den Klängen der sanften Klaviermusik, während die Finger über die Tasten fliegen.

 

Da erinnere ich mich an den dunklen, etwas muffigen Raum voller Schreibmaschinen bei Frau Diehl in der Forstgasse in Haßloch, wo ich das Tippen erlernte. Der Ehrgeiz hatte mich damals gepackt. Die blaue Erika-Schreibmaschine, die meiner Schwester Erika gehörte, bekam bei den Hausaufgaben ganz schön was zu tun. Nix mit Korrekturtaste. TippEx gab es schon, war aber für die Hausarbeit verboten.

 

Wer erinnert sich noch?

asdf jklö asdf jklö asdf jklö

asdf jklö asdf………….     und immer schön im Takt – seitenweise!

 

Den Goldfrosch fand ich letztes Jahr bei einem kleinen, feinen Flohmarkt in Talge. Das Atelier Ox hatte ich mir schon lange ansehen wollen. Ach war das schön, denn ich fand nicht nur Kunst, sondern auch ganz besondere Menschen. Das kleine Bild auf einer Acryplatte gedruckt, stammt allerdings nicht aus Niedersachsen, sondern von der Künstlerin Birgit I.Hartl aus Wertingen. Ach könnte ich doch malen wie sie….. Wer Lust hat: www.wirretante.de        Dabei sind ihre Bilder alles andere als wirr.

 

Die Kunstwerke von Hanne Ox, darf ich hier leider nicht zeigen, aber ich schau mal im Internet, was ich da von ihr finde: Das hier war in der Noz zu sehen:

Der goldene Frosch ist also hier gekauft, im Hof vom Atelier.

Jeden Tag freu ich mich an den schönen Dingen im Garten. Und alles hat seine Geschichte. Manche ist es wert erzählt zu werden. Wie zum Beispiel dieses Vera Herz, das jahrlang an unserer Küchenlampe hing. Ein Drama veränderte den Blick auf die Erinnerung und so wanderte das Herz nach draußen in den Wintergarten, vor das Küchenfenster. der Wind wehte es hinunter und da hängt es jetzt im Wunderbaum.

 

Ob seine Wunden heilen?

Wenn ich aus zwanzig Metern Entfernung Richtung Herz schaue, überschaue ich eine Baustelle, die mir viel Bauchweh und Herzklopfen bereitet hat und wir sind noch lange nicht fertig.

Und hier sitze ich bei guten Wetter. Schreibe, lese, denke über die Wunder der Natur nach und über den Wert jeder Stunde, die ich im echten Leben verbringt. Das hier im Internet, all die digitalen Bilder und auch die Kommunikation ist ja schön und gut und wichtig, aber live, in echt, mit allen Sinnen ein Gegenüber zu haben, das ist doch wertvoller als Gold.

 

Der Blumenschmuck auf dem Gartentisch, den der Mann von Hanne Ox für uns machte, ist immer noch schön. Seit 31.März hat dies Kunstwerk von Ina Mittelkampf sowohl der Sonne, als auch dem Regen, ein paar ungewöhnlich heiße Tage und sogar Sturm überlebt.

Die Tischdecke ist eines der Plakate, die ich 2016 für die große Hoffete habe machen lassen, mit historischen Bildern vom HOf und seinen Bewohnern.

 

Und hier eines der Permakulturbeete. Die Erdbeeren wachsen wild, wie die Gundelrebe, die man jetzt kaum noch sieht, nachdem der Salbei sich wunderbar erholt hat. Die Stiefmütterchen sind schneckenmäßig abgefressen. Doch wir müssen keine Angst vor einer Schneckenplage haben, denn im Teich sind hunderte von Kaulquappen, die zu gefrässigen Fröschen und Kröten werden.

 

Die vertrockneten Triebe der Waldrebe wollte ich eigentlich zurück schneiden. Doch ich kam nicht dazu. Zum Glück, denn nun zwitschert es im Geäst, im wilden. Junge Amseln und Zaunkönige fühlen sich dort sicher.

 

Gefährliche Wesen im Garten:

Um die Arbeiten am Teich zu erledigen, mussten wir Wasser abpumpen. Ein Teil davon ist hier im Reservebecken. Dort lebt nun das alte Krokodiel. Es hat nun mehr als 6 Jahre auf dem Buckel. Man sieht es ihm ja auch an. Es ist die Rettungsinsel für Tiere die ins Wasser fallen.

Die Vergißmeinnicht fühlen sich wohl in unserem Garten. Diese hier stammen von Samen der Firma Rühlemanns. Sie kommen überall aus der Erde. Es ist so schön.

 

Das Süßkraut ist ebenfalls von Rühlemanns und fühlt sich seit 3 Jahren wohl in unserem Garten. Sobald die Blüte vergeht kommen kleine grüne Samenstände, die wie Laktritz schmecken, nur besser.

 

Die Blüten der Taubnessel schmecken aber auch nicht schlecht:

 

Nun hat der Regen aufgehört, die Sonne kommt heraus und ich mache sofort ein Foto für Euch…..

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