Burnout

Wo ist er geblieben, der Beitrag vom Ausgebranntsein?

Gib das Modewort in die Suche ein und zack ist er da.

Noch weiß ich nicht, wie ich die Beiträge miteinander verknüpfen kann, doch das lerne ich auch noch.  Es gibt so viel zu lernen. Am besten heute.

Wie fühlt sich Dein toter Punkt an? Auch wie so ein Stück Holz, ein Keil, der zum Fällen aus dem Stamm gesägt wird und meistens einfach im Wald liegen bleibt? Ehemals Teil eines Wesens, eines lebendigen Organismus, einer funktionierenden Familie oder einer angesagten Firma, wird man ausgeklinkt, abgetrennt, einer notwendigen Veränderung geopfert.

So fühlte ich mich mehrmals in meinem Leben. Doch es ging immer weiter, irgendwie. Neues kam in mein Leben. Neues Leben wächst gerne auf totem Holz. Gibt ihm eine neue erfüllende Aufgabe.

Dieses Eichenbrett ist vermutlich 300 Jahre alt. Es stammt von unserm Heuboden. Als wir 2007 unseren ersten richtigen Gartenteich anlegten, brauchten wir eine Einfassung. Im Hof lagen die uralten Bretter, die wir vom Heuboden entfernen mussten, weil sie nicht mehr in voller Länge tragfähig waren. Diese sägten wir auf die passenden Längen, fügten zu kurze Stücke zusammen und schon hatten das tote Holz eine neue Aufgabe.

 

Die Natur besiedelte das uralte Eichenholz, schenkte ihm neues Leben. Was für ein Wunder. Bis zum Sommer 2020 erfüllten die Bretter ihren Zweck. Sie schützten den Rand der Folie, waren schön und praktisch. Als sie entfernt wurden, warf ich sie immer noch nicht auf den Müll. Einen Teil verwendete ich um ein Hochbeet zu bauen, das breite Brett wartet darauf im nächsten Sommer ein Gartentisch zu werden. Etwas geschützt hat dieser Tisch gute Chancen selbst noch mal 100 Jahre alt zu werden. Zwei Bretter werden als Sitzbänke am Rand des neuen Teiches eingebaut.

Und während ich so über das alte, tote Holz nachdenke, bin ich ganz ruhig geworden. Egal wie tot ich mich heute fühle. Es wird neue Aufgaben für mich geben in diesem Leben oder im nächsten. Das ist egal, wenn ich daran glaube. Da darf es auch mal Ruhezeiten geben. Ob der Keil aus dem Stamm ein paar Monate im Wald liegt oder die Eichenbretter  300 Jahre auf den mächtigen Eichenbalken ruhten, ist egal. Unser Zeitbegriff ist so begrenzt, dass wir das kaum begreifen. Doch was heißt wir? Es kann ja sein, dass Du das blitzartig begreifst und nur ich so lange dafür brauche.

War dieser Beitrag für Dich hilfreich oder schüttelst Du den Kopf, willst gar widersprechen? Schreib es mir doch einfach per Email kaha.bsb@t-online.de , denn gerne ändere ich und verbessere meine Beiträge.

Beweglich im Denken bleiben, das hilft nicht nur gegen Burnout, sondern auch gegen Demenz, wie Prof.Gerald Hüther in seinem Buch „Raus aus der Demenzfalle“ erklärt.

 

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