Das Jahr geht zur Neige. Im Haus gibt es so viel zu tun. Der Schreibtisch muss aufgeräumt werden. Der letzte der Weihnachtsbriefe soll beantwortet werden. Ein wenig Inventur machen. Abschließen was möglich ist um ohne Altlasten ins neue Jahr zu starten.
Blick aus dem Fenster:

Zuerst geht er in die Weite der Blick, über den Zaun hinaus zu den Bäumen. Der Fluß nicht zu sehen, zu tief fließt er in seinem Bett. Leichter Nebel steigt vom Wasser auf. Die Natur lockt mich. Weg von der Hausarbeit, weg von den Papieren.

Am Wasser kann ich durchatmen. Begreife das Fließen des Seins. Wieso der Eigendruck Dinge pünktlich zum Abschluß zu bringen? Keiner treibt mich, außer meinem Ego. Dem strecke ich nun die Zunge heraus. Ich darf den heutigen Tag, Sylvester 2018 genießen. Ich laufe zum Pferdeland. Dort erwartet mich eine echte Aufgabe:

Diese Aufgabe kann nicht warten. Das Spiel muss sofort begonnen werden. Das ist jetzt wichtig!
Zeit des Spiels
Die Wichtigkeit des Tuns
darf nicht mit kleinen Maßstäben
betrachtet werden.
Die Zeit die man im Spiel verbringt
verfliegt so schnell
und wiegt schwerer als der Ernst des Lebens.
Karin Hartel, Sylvester 2018