Gießplan

Wer einen Garten hat, der kann kaum Urlaub machen, wenn er da nicht einen Plan hat.

Wer gießt was wann, wie oft und ja, manches auch bei Regen?

Es muss noch nicht mal Urlaub sein, der so einen Gieß- Notfall-Plan erfodert.

Man kann ja auch mal krank werden oder einen Kranken besuchen.

Wer sich beizeiten vorbereitet, der kann etwas ruhiger in die Zukunft des Gartens sehen.

Der Eingang ist eine sensible Zone, in vielerlei Weise.

Heut zu Tage muss man ja vor allem an die Sicherheit denken.

Deshalb zeige ich auf meinen Bildern nicht, die versteckten Kameras oder erzähle, wie viele Wachhunde es gibt.

Überwachung ist heute so selbstverständlich geworden, dass auch wir daran nicht vorbei kommen.

Sogar ich, als Elektrosensible, habe mich mit genug Technik ausgestattet, dass ich auch aus der Ferne in meinen Garten schauen kann. Das geht auch ohne Handy. Bei mir alles schön verkabelt und so abgeschirmt, dass ich fast schmerzlos das Internet nutzen kann.

 

 

 

Bereich 1

A

Teil des Topfgartens ist ein großer Pot ( Im Bild kaum zu sehen )  mit einem Säulenapfelbaum, den wir von Wilhelmine und

Hubertus Geers vor Jahren geschenkt bekamen. Unglaublich große Äpfel bilden sich am zierlichen

Stamm. In diesem Topf wächst aber auch noch eine kleine Kiefer. Gekauft im Fachgeschäft in Kettenkamp. Wild wächst der Stinkende Storchenschnabel, der mit seinen zierlichen rosa Blüten, der mir immer und überall willkommen ist. Die Taubnessel hat sich mit hinein gepflanzt, ganz von alleine. Auch ihr gebe ich freiwillig viel Raum bei uns, denn ist blüht schön weiß, ist Nahrung für so viele Insekten und lässt sich bequem zurückschneiden, wenn sie verblüht ist. Die Walderdbeere habe ich dazu gepflanzt, damit alle Erde im Topf beschattet ist und die Verdunstung auf ein minimales Maß reduziert wird.

Es ist Pfingstsonntag im Jahr 2024. Ich sitze auf einem Holzschemel, das McBook vor mir im Rollator ist schreibbereit. Ohne Netzgerät kann auch ich, als Elektrosensible die eingebaute Tastatur benutzen. Sonst arbeite ich mit einer externen, ergonomisch geformten, etwas alten Tastatur um viel Abstand zu metallischen Teilen zu haben.

Ich erzähle diese Details so nebenbei, wie ich sie in meinen Wildkräuter Workshops einstreue um den Teilnehmern zu verbildlichen, warum bei mir im Garten Handys und andere, funkende, digitale Medien außen vor bleiben sollten.

Fast jeder kommt mit einer App, auf der er Pflanzen auslesen kann. Das ist es aber nicht, was ich mit Menschen teilen will. Das pure Wilde ist es, das mit bloßem Auge erkennbare ist und vor allem das Essbare. Sehr praktisch ist es auch, wenn man weiß, welches Kraut Bauchweh bereitet oder sogar tödlich ist. Ja, auch das gibt es bei mir. Der rote Fingerhut zum Beispiel, den ich jahrelang bekämpfte. Er blieb der Gewinner, weil ich ihn, bevor wir das Pferdeland bekamen angebaut hatte.

Damals hatte ich auch keine Ahnung, das Buchsbaum für Pferde tödlich sein kann. Von der Eibe wusste ich das und verschenkte die einzige, die hier auf dem Hof wuchs an Gartenfreunde in Talge. Das Bäumchen war noch klein genug, sah mehr wie ein Strauch aus. Ich sollte ihn sie mal besuchen, die Freunde und die Eibe.

 

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